Was ist dieses „tiefe“ Zuhören?




Tiefes Zuhören hat wenig mit dem Alltags-Zuhören zu tun. Es bedeutet, sich über einen längeren Zeitraum voll und ganz auf die sprechende Person einzulassen, mit der Absicht, ihre Sichtweise vollständig zu verstehen und gleichzeitig einen sicheren Raum für eine bewertungsfreie und unmanipulative Kommunikation zu schaffen.

Diese aktive Haltung des tiefen Zuhörens ist eine sehr wirksame Methode, um Menschen sowohl beim Bewältigen ihrer Lebensthemen als auch bei ihrem persönlichen Wachstum zu unterstützen. Sie basiert auf der Forschung und Ausbildung des Kommunikationswissenschaftlers Charles Berner, der die Ausbildung „Die Kunst des Zuhörens“ entwickelt hat, und der Arbeit von Werner Plate, der sie vertieft und um das Persönlichkeits-Struktur-System erweitert hat.

Bei dieser Art des Zuhörens fokussiert sich die zuhörende Person ganz auf das Bewusstsein des anderen, durchaus vergleichbar mit einer tiefen Meditation (im Buddhistischen mit tiefem Mitgefühl), weshalb die „Kunst des Zuhörens“ auch eine sehr lange Tradition hat. Man könnte sagen, sie ist so alt wie die Menschheit. Die „alten“ Weisen haben auf diese Art zugehört, was schon immer als heilsam empfunden wurde.

Ich selbst hatte vor 20 Jahren das große Glück, diese besondere Form des Zuhörens kennen zu lernen, was mein Leben nachhaltig sowohl privat als auch beruflich nachhaltig positiv verändert hat. Die vielen Zuhör-Sitzungen und die „Wer bin ich“-Retreats haben dazu geführt, dass ich heute tief zuhören kann und der Frage, wer ich bin, sehr nahe gekommen bin. In meinen Ausbildungen wurde mit Hunderte von Stunden zugehört, sodass ich viele meiner Themen ausdrücken und lösen konnte. Ebenso viele Stunden habe ich anderen zugehört und dabei gelernt, tief zuzuhören. Irgendwann entstand der Wunsch, mich ganz auf das Thema zu konzentrieren. 2021 habe ich den Schritt gewagt.

Heute höre ich anderen Menschen zu, um ihnen zu helfen, ihr Leben zu verbessern, indem sie ein tieferes Verständnis für sich und andere entwickeln. Da ich dieses Wissen gerade in der heutigen Zeit für so wertvoll halte, teile ich es in Seminaren und Workshops. So entstand auch das „momo hört zu“-Projekt und die Workshops für Jugendliche und Schüler*innen. 

Eine Anmerkung: Zuhör-Coaching ist keine therapeutische Arbeit und auch kein Ersatz für professionelle therapeutische Hilfe, insbesondere in Fällen von Gewalt, Missbrauch oder psychischen Erkrankungen.
In solchen Situationen ist es wichtig, sich an spezialisierte Fachkräfte zu wenden.

Direkt oder digital – beides passt.

Die Zuhör-Sitzungen finden entweder in München oder digital statt. Digitale Sitzungen ersparen Zeit, weil die An- und Abfahrt wegfällt. Ich unterstütze viele Klient*innen online. Buche hier einen ersten kostenfreien halbstündigen Kennenlerntermin.

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